. Zum Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 laden die Stadt Bludenz und der Geschichtsverein Region Bludenz in Zusammenarbeit mit weitere Kooperationspartnern am Montag, 9. November, um 19 Uhr in die Remise Bludenz ein. Die Schicksale der Menschen, die von der nationalsozialistischen Verfolgung betroffen waren, stehen im Mittelpunkt dieser Gedenkveranstaltung, dazu ist der Zeitzeuge und Holocaust-Überlebenden Uri Strauss zu Gast.
Zu Beginn gibt Historiker Christof Thöny einen Einblick in die Geschichte jüdischen Lebens in Bludenz. Anschließend erzählt Uri Strauss im Gespräch mit Victoria Kumar, Obfrau der Johann-August-Malin-Gesellschaft, seine bewegende Lebensgeschichte.
Uri Strauss wurde 1940 in Amsterdam geboren. Seine Eltern waren zuvor aus Deutschland geflohen. Als die Nationalsozialisten die Niederlande besetzten, geriet auch seine Familie in große Gefahr. Die Deportation in ein Vernichtungslager konnte schließlich durch paraguayische Pässe verhindert werden, die die Familie mithilfe von Verwandten in der Schweiz erhalten hatte.
Heute lebt Uri Strauss in der Schweiz und setzt sich dafür ein, dass die Erinnerungen an die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht verloren gehen. Sein Besuch in Bludenz wird durch die Zusammenarbeit mit der Gamaraal Foundation ermöglicht.
Gedenkveranstaltung zu den Novemberpogrome: Montag, 9. November, 19 Uhr in der Remise Bludenz
Bildunterschrift: Bereits im vergangenen Jahr war mit Joop Caneel ein Holocaust-Überlebender bei der Gedenkveranstaltung in Bludenz zu Gast.
Bildunterschrift 2: Stadtarchivar Stefan Stachniß, Joop Caneel mit seiner Frau, Raphael Einetter (Jüdisches Museum Hohenems), Dominik Markl (Universität Innsbruck) und Historiker Christof Thöny












