Wie gehen wir heute mit geerbten und gefundenen Gegenständen aus der NS-Zeit um? Diese Frage stand kürzlich im Mittelpunkt einer Beratungsveranstaltung im Stadtlabor Bludenz. Michael Kasper, Direktor des vorarlberg museums, und Felix Wittwer, Kurator der Ausstellung „Baustelle Erinnerung / ‚Hitler entsorgen‘“, tauschten sich mit Interessierten über den verantwortungsvollen Umgang mit NS-belasteten Objekten aus.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie wir heute verantwortungsvoll mit den materiellen Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus umgehen können. Stadtrat Cenk Dogan betont: „Eine lebendige Erinnerungskultur bedeutet, sich unserer Geschichte zu stellen und verantwortungsvoll mit ihr umzugehen. Mit dem Stadtlabor, das die Erforschung der Stadtgeschichte mit dem Wissen der Bevölkerung verbindet, haben wir einen Ort, an dem solche Fragen aufgegriffen und besprochen werden können.“
Kabinettausstellung ab 1. Dezember im Stadtlabor
Die Auseinandersetzung wird fortgesetzt: Ausgewählte Objekte aus der NS-Zeit werden in einer eigenen Kabinettausstellung präsentiert. Die Eröffnung findet am Dienstag, dem 1. Dezember 2026, im Stadtlabor Bludenz, Werdenbergerstraße 10, statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, die Ausstellung zu besuchen und sich mit den Geschichten hinter den Objekten sowie ihrer Bedeutung für die Gegenwart auseinanderzusetzen.
Foto: Stadt Bludenz
Bildunterschrift: MMag. Dr. Michael Kasper, Stadtrat Cenk Dogan und Felix Wittwer, MA (vl.) im Stadtlabor Bludenz.












