Im November wird es in Bludenz wieder haarig. Bürgermeister Simon Tschann und die Stadträte beteiligen sich auch heuer an der „Movember“-Aktion, um auf die Männergesundheit aufmerksam zu machen. Den Auftakt macht Meisterfriseur Apo Atalay, der am Samstag, 31. Oktober, um 11 Uhr beim Nepomukbrunnen in der Bludenzer Altstadt zu Schere und Rasierer greift und die Politiker für den kommenden Schnurrbart-Monat in Form bringt.
„Über den eigenen Schnurrbart oder Bart lässt sich bekanntlich gut diskutieren. Über die Gesundheit leider oft weniger. Genau das möchten wir mit dieser Aktion ändern. Wenn wir damit den einen oder anderen Mann dazu bringen, sich mit seiner Vorsorge zu beschäftigen, haben wir schon viel erreicht“, betont Bürgermeister Simon Tschann.
Bevor die Schnurrbärte im November sprießen können, ist zunächst der Profi gefragt. Meisterfriseur Apo Atalay greift wieder zu Schere und Rasierer und bringt die teilnehmenden Stadträte für den Aktionsmonat in Form. Was dabei herauskommt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Eines steht allerdings schon fest: Hinter den mehr oder weniger modischen Schnauzern steckt eine ernste Botschaft.
Der Begriff „Movember“ setzt sich aus den Wörtern „Moustache“ (Schnurrbart) und „November“ zusammen. Die ursprünglich aus Australien stammende Initiative ruft Männer weltweit dazu auf, sich einen Monat lang einen Oberlippenbart wachsen zu lassen. Damit soll das Bewusstsein für Männergesundheit gestärkt und gleichzeitig zu Spenden für Forschung und Aufklärung aufgerufen werden. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Prostata- und Hodenkrebs sowie die psychische Gesundheit.
Gerade bei der Früherkennung von Prostatakrebs spielt die rechtzeitige Auseinandersetzung mit Vorsorgeuntersuchungen eine wichtige Rolle. In Österreich zählt die Erkrankung zu den häufigsten Krebsdiagnosen bei Männern. Auch die psychische Gesundheit verdient mehr Aufmerksamkeit. Denn über persönliche Sorgen oder gesundheitliche Beschwerden zu sprechen, fällt vielen Männern nach wie vor schwer.
Fakten zu Prostatakrebs in Österreich
Zahlen & Erkrankungsrisiko
- Häufigste Krebsart: Führende bösartige Krebserkrankung bei Männern.
- Neuerkrankungen: rund 8.200 Diagnosen pro Jahr.
- Anteil: Rund 31 % aller männlichen Krebsfälle.
- Todesfälle: 1.434 Sterbefälle pro Jahr.
- Prävalenz: Über 83.000 Betroffene leben mit oder nach der Diagnose.
- Heilungschancen: Über 95 % 5-Jahres-Überlebensrate bei Früherkennung.
Vorsorge & Früherkennung
- Empfohlenes Alter: Ab 45 Jahren (ab 40 Jahren bei familiärer Vorbelastung).
- Hauptmethode: PSA-Test (Blutuntersuchung); Abklärung mittels MRT ab einem Wert über 3 ng/ml.
Weitere Informationen zur Männergesundheit gibt es unter www.krebshilfe.net und www.gesundheitskasse.at.
Foto: Stadt Bludenz
Bildunterschrift: Meisterfriseur Apo Atalay sorgt wieder für die perfekte Rasur zum Start der Movember-Akton.












