Beim Vortrag „Einfach entsiegeln“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Umwelt im Gespräch“ im Bludenzer Rathaus zeigte Kerstin Riedmann vom Verein für Bodenfreiheit im Rahmen des Projekts „BODAguat“, wie versiegelte Flächen einfach in Grünräume umgewandelt werden können.
„Jede entsiegelte Fläche ist ein Gewinn für unser Stadtklima und die Lebensqualität in Bludenz. Besonders wichtig ist, dass viele dieser Maßnahmen einfach umzusetzen sind und jede und jeder selbst einen Beitrag leisten kann“, betont Stadträtin Martina Brandstetter.
Viele Flächen in Vorarlberg sind heute asphaltiert oder betoniert. Dadurch kann Regenwasser nicht mehr versickern, Hitze staut sich und wertvoller Boden geht verloren. Die Folgen sind steigende Temperaturen im Siedlungsraum, ein erhöhtes Hochwasserrisiko sowie ein Rückgang der Biodiversität.
Der Vortrag machte deutlich: Entsiegelung ist oft einfacher als gedacht und auch für Privatpersonen gut umsetzbar. Begrünte Flächen verbessern das Mikroklima, fördern die Wasserversickerung, schaffen Lebensraum für Pflanzen und Tiere und werten Grundstücke sichtbar auf. Bereits kleine Maßnahmen – etwa das Öffnen von Teilflächen in Höfen oder Einfahrten – können große Wirkung zeigen.
Anhand konkreter Beispiele wurde gezeigt, wie die Umsetzung funktioniert: Asphalt entfernen, den Untergrund lockern und anschließend begrünen. Viele Projekte lassen sich mit überschaubarem Aufwand selbst realisieren. Unterstützt werden Interessierte dabei durch praxisnahe Leitfäden und Beratung durch den Verein für Bodenfreiheit. Wer selbst aktiv werden möchte, hat dazu bald Gelegenheit: Am 10. April findet in Bürs ein Workshop zum Thema „Einfach entsiegeln und begrünen“ statt. Dort können Interessierte praktische Erfahrungen sammeln und sich mit Fachleuten austauschen.
Foto: Stadt Bludenz
Bildunterschrift: Kerstin Riedmann vom Verein für Bodenfreiheit zeigte beim Vortrag in Bludenzer Rathaus, wie Entsiegelung einfach umgesetzt werden kann.












