Wenn Musik erzählt und Worte klingen

Reinhold Bilgeri in Bludenz: Kunst im Dialog

Ein Abend von Geschichten, Musik und leisen Zwischentönen: Reinhold Bilgeri gastierte am Freitag, 23. Jänner, in der Remise Bludenz und zeigte eindrucksvoll, wie souverän und talentiert er zwischen den Künsten wechselt.

Ohne große Inszenierung, dafür aber mit viel persönlicher Präsenz, nahm Reinhold Bilgeri das Publikum in der Remise vergangenes Wochenende mit in die Welt der Literatur, Musik und Filmgeschichte. Ausgehend von seinem aktuellen Roman „Das Gewissen der Tauben“ las der aus Hohenems stammende Musiker, Literat, Drehbuchautor und Filmemacher, ausgewählte Passagen. Vor dem Hintergrund der 1950er- und 1960er-Jahre entfaltete sich ein vielschichtiges Bild von Schuld, Verstrickung und verdrängter Vergangenheit. Die historischen Bezüge wirkten durch seine ruhige Erzählart umso intensiver und prägnanter.

„Reinhold Bilgeri zeigt immer wieder, wie bereichernd es ist, wenn Kunst verschiedene Ausdrucksformen miteinander verbindet. Solche Abende schaffen Raum für Tiefe, Reflexion und echtes kulturelles Erleben“, unterstreicht Kulturstadtrat Cenk Dogan.

Unterdessen öffnete die Musik neue Räume im literarischen Erzählen – nicht als bloße Begleitung, sondern als eigenständige Stimme. Mit Songs aus dem Great American Songbook und eigenen Klassikern wurden Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschlagen. Besonders spürbar wurde dabei seine jahrzehntelange Bühnenerfahrung, die dem Abend eine entspannte, beinahe intime Atmosphäre verlieh. Persönliche Einblicke in seinen Film „Atem des Himmels“ rundeten das Programm perfekt ab und öffneten ein weiteres Fenster des künstlerischen Schaffens.

Fotos: © Stadt Bludenz

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