Dass ein Braten am „gumpiga Donnschtig“ nicht unbeaufsichtigt bleiben sollte, bewies Bürgermeister Simon Tschann eindrucksvoll: Am Donnerstag, 12. Februar, gegen 11.30 Uhr schlug das Stadtoberhaupt in der SeneCura zu und entwendete mit einem geschickten Ablenkungsmanöver den frisch zubereiteten Braten der Küche. Nach kurzer Flucht wurde er gefasst, gestand ohne Gegenwehr und teilte die Beute gerecht unter allen Anwesenden.
Der närrische „Diebstahl“ steht in alter Tradition: Seit dem 13. Jahrhundert dürfen Narren am „gumpiga Donnerstag“ symbolisch einen Braten stehlen – einst die letzte Gelegenheit vor der Fastenzeit, Fleisch zu genießen. Auch in Bludenz ist dieser Brauch fixer Bestandteil der Fasnat.
Gemeinsam mit seiner „Diebesbande“ bestehend aus Stadtrat Andreas Fritz-Wachter und Stadtrat Joachim Weixlbaumer und unterstützt durch ein Ablenkungsmanöver der Kinder der Kleinkindbetreuung Farbtüpfle machte sich Tschann mit „Jöri, Jöri“, flottem Schritt und dem Braten in den Händen aus dem Staub. Er kehrte jedoch reumütig zurück, um ihn mit allen zu verspeisen.
„Am ,gumpiga Donnschtig‘ darf ein Braten in Bludenz einfach nicht unbeaufsichtigt bleiben – schon gar nicht, wenn die Fasnat ruft. Und keine Sorge: Am Ende wird alles gerecht geteilt“, freut sich Bürgermeister Simon Tschann auf das Fasnatswochenende.
Foto: Stadt Bludenz
Bildunterschrift: Geschickt, schnell und flink: Der Bratenklau am „gumpiga Donnschtig“ durch Bürgermeister Simon Tschann ist wieder gelungen.














