Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, bei einer Biotopexkursion die vielfältige Kulturlandschaft von Lawils und Gasünd oberhalb von Bludenz kennenzulernen. Die Wanderung führte von der Haltestelle Halde über Lawils und Gasünd bis zum Kloster St. Peter und bot spannende Einblicke in die unterschiedlichen Lebensräume entlang des Weges.
Unter der fachkundigen Leitung von Christian Kuehs, Biologe und Regionalmanager der Natura-2000- und Europaschutzgebiete im Montafon und Klostertal, erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über verschiedene Wiesentypen – von extensiv bewirtschafteten Magerwiesen über Feucht- und Streuwiesen bis hin zu intensiver genutzten Flächen. Gemeinsam wurden charakteristische Pflanzenarten bestimmt und die Besonderheiten der Lebensräume erkundet.
Im Fokus stand die Bedeutung extensiv bewirtschafteter Wiesen für die Biodiversität. Artenreiche Magerwiesen bieten zahlreichen spezialisierten Pflanzen- und Tierarten wertvolle Lebensräume. Pflanzen wie Aufrechte Trespe, Flockenblume oder Klappertopf stehen beispielhaft für die Vielfalt dieser nährstoffarmen Standorte. Gleichzeitig wurde deutlich, dass ihr Erhalt von einer angepassten und nachhaltigen Bewirtschaftung abhängt.
„Artenreiche Wiesen sind wertvolle Schätze unserer Kulturlandschaft. Sie bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren und zeigen, wie wichtig eine nachhaltige Bewirtschaftung für den Erhalt der Biodiversität ist. Der Schutz und die Pflege solcher Flächen sind eine wichtige Aufgabe für die Zukunft“, betont Umweltstadträtin Martina Brandstetter.
Die Exkursion machte eindrucksvoll sichtbar, wie viel Naturvielfalt direkt vor der eigenen Haustüre zu finden ist – oft unscheinbar, aber von großer Bedeutung für Mensch und Umwelt.
Fotos: Stadt Bludenz
Bildunterschrift: Bei Kaiserwetter konnten die Teilnehmer*innen die Naturvielfalt oberhalb von Bludenz erkunden.















