In Bludenz wird an der Energiezukunft gebaut

Nahwärmeprojekt für Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und die Energiewende

Mit dem Beginn der Leitungsarbeiten startete eines der bedeutendsten Energieprojekte der vergangenen Jahre in Bludenz. In einem ersten Schritt wird das Nahwärmenetz errichtet, im September beginnen die Bauarbeiten für das neue Biomasse-Heizwerk in Bludenz-Stallehr. Damit entsteht die Grundlage für eine nachhaltige, regionale und zukunftssichere Wärmeversorgung für Bludenz und Teile von Bürs.

Die Illwerke VKW, die Stadt Bludenz und die Agrar Bürs sind die Projektpartner. Für Bürgermeister Simon Tschann und seinen Baustadtrat Joachim Weixelbaumer ist der Baustart durch die „nahwärme bludenz-bürs GmbH“ weit mehr als der Beginn eines Infrastrukturprojekts. „Die vergangenen Jahre haben uns deutlich vor Augen geführt, wie abhängig wir noch immer von fossilen Energieträgern sind. Mit der Nahwärme setzen wir bewusst auf eine regionale Lösung, die Versorgungssicherheit schafft und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Die Wärme kommt künftig aus der Region, die Wertschöpfung bleibt in der Region – das ist ein Gewinn für unsere Bevölkerung und für unsere Wirtschaft."

Besonderen Wert legt die Nahwärme Bludenz-Bürs GmbH auch auf die regionale Umsetzung des Projekts. Mit der Firma Jäger für den Leitungsbau und der ARGE Tomaselli Gabriel und Jäger Bau für die Errichtung des Heizwerks konnten zwei erfahrene Vorarlberger Unternehmen mit der Umsetzung beauftragt werden. „Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung freut es uns besonders, dass regionale Unternehmen ihre Kompetenz einbringen und damit auch die wirtschaftliche Wertschöpfung in Vorarlberg bleibt", betont der zuständige Baustadtrat Weixelbaumer

Das neue Nahwärmenetz wird Schritt für Schritt entstehen. Den Auftakt bildet der Leitungsbau im Bereich Brunnenfeld und der St. Peterstraße. Zum Beginn der Arbeiten findet eine Informationsveranstaltung für die unmittelbar betroffenen Anrainerinnen und Anrainer statt. Auch während der weiteren Bauabschnitte wird die Bevölkerung laufend informiert und es werden – je nach Baufortschritt – weitere Informationsveranstaltungen angeboten.

Das neue Heizwerk wird künftig mit regionaler Biomasse betrieben und versorgt in einer ersten Ausbaustufe mit einem rund 7 Kilometer langen Wärmenetz ab Herbst 2027 50 Gebäude mit erneuerbarer Wärme im Umfang von 8 GWh. In den kommenden Jahren soll dann das Netz schrittweise erweitert werden. Die Biomasse stammt aus der Region und trägt dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern deutlich zu reduzieren.

Laufende Infos zum Bau

Verantwortlich für die Umsetzung dieses Bauvorhabens mit rund 22 Millionen Euro Investitionskosten ist die „nahwärme bludenz-bürs GmbH“. Nachvollziehbar ist, dass ein Bauprojekt dieser Größenordnung zeitweise Einschränkungen für Anrainerinnen und Anrainer sowie den Verkehr mit sich bringen kann. Gemeinsam mit den ausführenden Unternehmen wird alles darangesetzt, diese so gering wie möglich zu halten. Über die einzelnen Bauabschnitte und mögliche Verkehrsmaßnahmen wird laufend informiert. Auch wurde eine eigene Emailadresse für Rückfrage während der Bauabwicklung eingerichtet und wenn’s schnell gehen muss gibt es auch eine Telefonnummer für kurzfristige Anliegen. „Unser Dank gilt jetzt schon allen Anrainer*innen für ihr Verständnis während Bauarbeiten“, so Bürgermeister und Baustadtrat abschließen.   

Für alle Fälle während der Bauarbeiten:

Email: baustelle@nahwaerme-bludenzbuers.at

Telefon: 0043/571810

Für Infos zur Nahwärme oder zu Anschlussmöglichkeiten an das Wärmenetz: www.vkw.at/nahwaerme-bludenz-buers

Hinweis

Sie befinden sich im Pressearchiv der Stadt Bludenz.
Diese Aussendung hat keinen Anspruch auf Aktualität.