Stadtlabor Bludenz: Raum für neue Ideen

Vier Jahre vor dem 100-Jahr-Jubiläum des Stadtmuseums Bludenz wurde durch den Geschichtsverein Region Bludenz das Projekt „Stadtlabor Bludenz“ gestartet. Mit diesem sollen neue Perspektiven für die Zukunft der Museumslandschaft in Bludenz eröffnet werden. Damit wird mit Blick auf Vorarlberg Neuland beschritten. Ähnliche Initiativen hat es aller-dings bereits überregional gegeben, etwa in Frankfurt. Es ist dezidiert nicht das Ziel des Projekts, lediglich kurzfristige „Events“ zu organisieren bzw. billig zu einem neuen Stadtmuseum zu kommen. Vielmehr soll durch einen breiten und reflektierten Zugang ein zukunftweisender Weg beschritten werden.

Mit diesem „Stadtlabor digital“ soll eine Kampagne zur Sammlung von Bludenz-Wissen entwickelt werden. Dabei wird auch auf das bestehende Material, das für den zweiten Band der Stadtgeschichte gesammelt worden ist, zurückgegriffen. Andererseits entsteht eine virtuelle Plattform, die zum Mitmachen einlädt. Alle Menschen, die in Bludenz leben, sind schließlich Expertinnen und Experten für ihre und in ihrer Stadt. Ihr Wissen soll auf diese Art und Weise gesammelt werden. Die Plattform wird in den kommenden Wochen aufgebaut.


Projektideen

100 Jahre Rätia Bludenz
Ausstellungsprojekt zur Geschichte des traditionsreichen Sportvereins

Musikgeschichte von Bludenz
Zum 100-Jahr-Jubiläum der städtischen Musikschule ist eine umfassende
Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart des musikalischen Schaffens in Bludenz geplant.

Kulturerbe der Industrie
2019 erfolgen Recherchen zur Geschichte der Industriekultur in Bludenz, die mittels einer App erschlossen wird.

Kriegerdenkmal als Lern- und Gedenkort
Die Idee der Umwandlung des bedeutenden, von Alfons Fritz geplanten Kriegerdenkmals (das derzeit saniert wird) in einen Lern- und Gedenkort für das 21. Jahrhundert wurde beim Vorarlberger Zeitgeschichtetag präsentiert und soll weiter verfolgt werden.

Lebensgeschichten
Das Stadtarchiv bemüht sich laufend um Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Diese Dokumentation von Lebensgeschichten soll in zukünftige Projekte umfassend einfließen.