Sechs Konzerte, acht Weltpremieren

Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik von 8. bis 11. Oktober 2020

Im Oktober wird Bludenz wieder zum Hotspot zeitgenössischer Musik, wenn die Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik bereits zum fünften Mal unter der höchst engagierten Intendanz von Clara Iannotta über die Bühne gehen.

Das Programm umfasst in erster Linie Musik des 21. Jahrhunderts, nur zwei Stücke sind älter. Das diesjährige Programm knüpft an Meilensteine in der Zusammenarbeit mit einzelnen Komponist/innen bzw. Ensembles an. Zudem findet schon die sechste BTzM-Meisterklasse statt.

Das Ensemble Mosaik wird das Festival mit der explosiven Ensemble-Version von sugarcoating von Sara Glojnaric eröffnen, welche ein außerordentlich präzises Zusammenspiel verlangt und dennoch jeden Moment außer Kontrolle zu geraten droht. Im Anschluss daran elektrifiziert Andrea Manciantis Autophagy ++ [Mikrophobie] das Ensemble mit Percussions und Rückkoppelungsverzerrungen. Der Eröffnungsabend bringt auch zwei Uraufführungen, die eine von Kelley Sheehan, welche kürzlich den Gaudeamus Award gewonnen hat, die andere von Joshua Mastel, einem der Gewinner des 2019 BTzM-Meisterklasse-Bewerbs.

Der Weltpremiere von Giorgio Nettis Zyklus Il ciclo dell’assedio ist der zweite Konzertabend gewidmet, welcher das erste Mal in seiner Gesamtheit aufgeführt wird. Der Zyklus entstand in Bludenz als Auftragsarbeit des Festivals. Die Komposition lädt die Zuhörer/innen ein, sich dem inneren Hören zuzuwenden.

Am dritten Festivalabend wird das Trio Catch, entstanden an der Internationalen Ensemble Modern Akademie, durch Beat Furrers Aer flattern. Zwei Uraufführungen von Jonah Haven (der zweite Gewinner des 2019 BTzM-Meisterklasse-Bewerbs) und Daniela Teranova werden das Konzert mit dem Trio Catch beenden. Im zweiten Teil des Abends werden Julia Eckhardt, Rhodri Davies, Carol Robinso und Enrico Malatesta in den Ozean von Éliane Radigues Musik eintauchen. Zwei Stücke aus ihrer Occam Delta-Serie werden präsentiert, eines davon eine Weltpremiere. Radigue arbeitete früher fast ausschließlich mit ARP 2500 Modular Synthesizer und Band und kam erst später bei der akustischen Komposition an. Es wird spannend sein zu hören, wie ihre heutige instrumentale Handschrift von ihrer früheren Arbeit mit Raum, Ton und Form und der elektroakustischen Denkweise geprägt ist.

Zum Abschluss des Festivals am Sonntag gibt es traditionell zwei Konzerte. Am Vormittag präsentiert das Quartetto Maurice sechs Uraufführungen der Komponist/innen des Meisterklasse-Wettbewerbs 2020. Zumindest eine/r davon wird beauftragt werden, ein Stück für das nächstjährige Festival zu schreiben. Zu guter Letzt zeigt das Festival die Trio-Formation Faint Noise. Mit einzigartiger Instrumentation von Violine, Paetzold Kontrabass-Blockflöte und akustischen Objekten wird das Ensemble die Österreichpremieren von Carola Bauckholts vogelimitierender Doppelbelichtung für Violine und Samples und von Timothy McCormacks vergrößertem The Chain of the Spine, geschrieben für Faint Noise, aufführen. Zudem werden zwei neue Werke von Elnaz Seyedi und von Malin Bång präsentiert. Dabei handelt es sich um die erste Komposition, die Malin Bång für ihr eigenes Ensemble geschrieben hat.

www.allerart-bludenz.at

 

Hinweis

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