Millioneninvestitionen für die Bludenzer Bildung

Die Stadt Bludenz investiert in den kommenden Jahren rund 13 Mio Euro in Verbesserungen von Schulen und Kinderbetreuung

Bürgermeister Mandi Katzenmayer und Bildungsstadträtin KArin Fritz bei der Pressekonferenz

Die Arbeitsgruppe Infrastruktur Bildung hat in den vergangenen vier Jahren ein Bildungskonzept erarbeitet. Bürgermeister Mandi Katzenmayer und die scheidende ressortverantwortliche Bildungsstadträtin Mag. Karin Fritz können nun millionenschwere Investitionen für die Bildungseinrichtungen präsentieren, die unter Berücksichtigung einer verantwortungsbewussten Budgetpolitik größtmöglichen Nutzen für alle anstehenden Projekte gewährleisten.

Bildungsstadträtin Mag. Karin Fritz kann zum Ende ihrer Stadtratstätigkeit ein umfassendes Bildungskonzept vorstellen, das, vorbehaltlich des Beschlusses in der Stadtvertretung am 13. Dezember, ab dem Jahr 2019 zügig umgesetzt wird.

1.    Die Volksschule St. Peter wird erweitert und auf neue pädagogische Herausforderungen adaptiert.
Die Schule erhält nicht nur den längst notwendigen Turnsaal, sondern auch zusätzliche Unterrichtsräume, die in einem abgesenkten Zubau mit Lernatrium, der den denkmalpflegerisch wichtigen freien Blick auf das historische Klostergebäude nicht beeinträchtigt, errichtet werden. Im Gebäude selbst wird die Raumsituation durch Adaptierungen auf neue pädagogische Herausforderungen angepasst. Bereits im Jahr 2019 sind 500.000 Euro für den Architekturwettbewerb, die Detailplanungen und den Baustart vorgesehen.
Gesamtinvestition: ca. 5,5 Mio Euro, Baubeginn: Ende 2019/ Anfang 2020

2.    Der „Campus Mitte“ wird als zentraler Standort weiter ausgebaut.
Dafür bekommt die Musikschule einen Neubau unmittelbar an der Schillerstraße. Dort soll auch ein Tanzraum sowie ein dringend benötigtes Museumsdepot Platz finden. Durch diesen Zubau kann die Volksschule Mitte dann wieder das gesamte Gebäude nutzen und zeitgemäße Unterrichtsformen realisieren. Die Rahmenbedingungen für die Mittags- und Nachmittagsbetreuung werden deutlich verbessert. Dafür werden die erforderlichen Adaptierungen im Bestandsgebäude durchgeführt. Im Voranschlag 2019 sind 500.000 Euro für den Architekturwettbewerb, die Detailplanungen und den Baustart vorgesehen.
Gesamtinvestition: 5 Mio Euro, Baubeginn: 2019/2020

3.    Die Neue Mittelschule erhält 2019 einen schönen Außenplatz.
Die bisherige Asphaltwüste wird zu einem Begegnungspark zum Spielen oder Verweilen und kann auch für Unterricht im Freien genutzt werden. Das ganze Stadtviertel wird profitieren.
Gesamtinvestition: 640.000 Euro, Fertigstellung: Sommer 2019
Planungen für Adaptierungen im Inneren des Gebäudes, vor allem für die Mittagsbetreuung, sind ebenfalls vorgesehen.

4.    Stärkung der Bildungseinrichtungen im Ortsteil Bings.
Die Volksschule Bings wurde bereits im Jahr 2016 saniert. Die Stadt Bludenz wird einen Neubau für die Kleinkindbetreuung errichten, in dem auch die Mittagsbetreuung für den Kindergarten und die Volkschule Platz finden werden. „Dieser wichtige Impuls soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Bingser Bevölkerung erleichtern“, so Stadträtin Karin Fritz. Der Architekturwettbewerb startet zu Jahresbeginn.
Gesamtinvestition: 600.000 Euro, Baubeginn: noch 2019

In einem zweiten Schritt wird – falls notwendig – eine Aufstockung für eine zweite Kindergartengruppe vorgesehen.

5.    Der Waldkindergarten hat sich bewährt.
Diese neue Form der Pädagogik wird bestens angenommen. Ein kleiner Pavillon soll im Jahr 2019 errichtet werden, der Raum zum Ankommen und für das Abholen der Kinder sowie zum Vorbereiten für die Pädagoginnen bietet.
Gesamtinvestition: 60.000 Euro, Fertigstellung: 2019

6.    In der Volksschule Obdorf wird 2019 der Sanierungs- und Renovierungsbedarf detailliert erhoben.


Zahlreiche Verbesserungen im Schul- und Kinderbetreuungsbereich wurden durch die Stadt Bludenz in den letzten Jahren bereits umgesetzt. Weitere werden neben den Bauprojekten vorbereitet. Bespiele dafür sind:

•    Kleinkindbetreuung: Seit 2015 wurden die Plätze in der Kleinkindbetreuung verdreifacht. Heute bietet die Stadt Bludenz 116 Kindern fünf Kleinkindbetreuungs-Einrichtungen und eine Spielgruppe an. Allein in diesem Jahr wurden zwei neue Einrichtungen (Stadtwichtel und Bienenwabe) eröffnet. 28 Pädagoginnen und Betreuerinnen fördern die Kinder in bestens ausgestatteten und familiären Einrichtungen in den verschiedenen Stadtteilen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird damit gefördert, was auch ein Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Bludenz darstellt.

•    Kindergarten Mitte: Der Kindergarten Mitte wurde 2017/2018 räumlich um rund 400.000 Euro erweitert und bietet jetzt eine zusätzliche Ganztagsgruppe mit Mittagsbetreuung an. „Wir evaluieren, handeln und setzen um“, so Bürgermeister Mandi Katzenmayer, der seit Jahren auch als Sozialreferent der Stadt generationengerechte Angebote als wichtigen Standortvorteil einfordert und entwickeln lässt.

•    Volksschule Obdorf: In der Volksschule Obdorf wurden zu Schulbeginn im September neue Räumlichkeiten mit einem Außenraum zum Spielen und Verweilen für die Schülerbetreuung eröffnet. Die Investitionssumme beträgt ca. 400.000 Euro. „Damit wurden die pädagogischen Rahmenbedingungen wesentlich verbessert“, betont Bildungsstadträtin Karin Fritz. Eine Generalsanierung der Volksschule Obdorf wird in den nächsten fünf bis acht Jahren notwendig sein, daher wird in den Jahren 2019 und 2020 der Gesamtaufwand für die Sanierung und eventuelle Erweiterung ermittelt, die in der nächsten Legislaturperiode anfallen wird.  

Bildungsstadträtin Mag. Karin Fritz hat in den letzten vier Jahren, gemeinsam mit den Abteilungen Bildung, Bau und Stadtplanung der Stadt Bludenz, mit VertreterInnen aller Fraktionen, den Direktorinnen der Bludenzer Schulen, der Schulaufsicht, Elternvertretern und einer externen Begleitung (Firma LernLandschaft) eine umfassende Analyse der Bludenzer Bildungslandschaft vorgenommen sowie Masterpläne mit verschiedensten Varianten für die einzelnen Standorte ausgearbeitet. „Unser Ziel war, die Bludenzer Volksschulen Mitte, St. Peter und Obdorf an neue pädagogische Herausforderungen anzupassen und die Raumsituation deutlich zu verbessern“, erläutert Stadträtin Fritz. Dieses Infrastrukturkonzept ist die Basis für das Bildungspaket, das nun der Stadtvertretung zur Beschlussfassung vorgelegt wird.

Zukunftsfähige Bildungsstandorte

 „Eine gute Bildungspolitik ist die beste Sozialpolitik. Wir wollen Familien unterstützen und die Chancen für alle Bludenzer Kinder erhöhen“, betonen Bürgermeister Katzenmayer und Stadträtin Fritz übereinstimmend. Mit dieser Lösung können alle drei  Standorte im Stadtgebiet verbessert werden, die Bedürfnisse aller Schülerinnen und Schüler werden berücksichtigt.

Die scheidende Stadträtin Mag. Karin Fritz: „Diese Lösung wurde auf Augenhöhe mit allen Beteiligten erarbeitet, viele Gespräche, Begehrlichkeiten, Ideen wurden geäußert. Die Option eines Neubaus in St. Peter wurde monatelang diskutiert, kalkuliert, Vor- und Nachteile evaluiert. Wir sind zur Übereinkunft gelangt, dass das nun vorgestellte Bildungspaket die beste Lösung für den gesamtstädtischen Bildungsbedarf darstellt.“

Bürgermeister Mandi Katzenmayer: „Mein Dank gilt Stadträtin Mag. Karin Fritz für die umsichtige Planung und konsequente Vorbereitung. So können wir die Qualität unserer Schulen nachhaltig verbessern. Wir wünschen Karin Fritz alles Gute für die Zukunft und freuen uns auf eine weitere konstruktive Zusammenarbeit mit ihrer Nachfolgerin."

 

Dieser Artikel wurde am 7. Dezember 2018 online gestellt.

Hinweis

Sie befinden sich im Pressearchiv der Stadt Bludenz.
Diese Aussendung hat keinen Anspruch auf Aktualität.