Räumliches Entwicklungskonzept Bludenz.Bürs.Nüziders

Die Bevölkerung ist am Zug

Am 18. Juni wurde der interessierten Bevölkerung aus den Bludenz, Bürs und Nüziders der Entwurf zum Räumlichen Entwicklungskonzept (REK) präsentiert. Einen Tag vorher wurde er von allen drei Gemeindevertretungen in einer gemeinsamen Sitzung beschlossen. Somit liegt nach mehr als zwei Jahren Arbeit ein über 70 Seiten starkes Konzept vor. Bis in den Spätherbst ist die Bevölkerung eingeladen, ihre Anmerkungen und ergänzenden Vorschläge zu machen. Nach dem endgültigen Beschluss ist das REK Grundlage für alle raumrelevanten Entscheidungen der Gemeinden.
Im Konzept enthalten sind grundsätzliche Festlegungen für die nächsten 15 bis 20 Jahre. Vor allem zwischen Bürs auf der einen sowie Nüziders und Bludenz auf der anderen Seite sollen räumliche Barrieren abgebaut werden. Die Ill soll zu einem verbindenden Grün- und Erholungsraum werden. Gleise, Ill und Autobahn sollen durch mehr und attraktivere Fuß- und Radwegverbindungen ihre trennende Wirkung verlieren. Das Gebiet zwischen Altstadt und Zimbapark soll zu einem städtebaulich attraktiven Zentrum werden, das Aufenthaltsqualität besitzt und nicht mehr vom Auto dominiert wird.
Ganz wesentlich für die Zukunft der Region ist die Einigung, dass auf der grünen Wiese keine neuen Verkaufsflächen für Waren mehr geschaffen werden, die besser in der Bludenzer Innenstadt und in den anderen Ortszentren untergebracht sind. Dies gilt insbesonders für Lebensmittel. Umgekehrt soll der Verkauf von autoaffinen Waren, wie z.B. Möbel, rund um die Autobahnabfahrt Bürs konzentriert werden. So kann jede Gemeinde ihre Standortvorteile ausspielen.
Gleiches gilt für Industrie und Gewerbe. Bestehende Betriebe sollen optimale Entwicklungsmöglichkeiten bekommen. Für neue Unternehmen werden entsprechende Gebiete geprüft und entwickelt. Übergemeindliche Abstimmungen nach dem Vorbild der Quadrella und ein Ausgleich von Nutzen und Lasten sollen Standard werden.
Auch beim Wohnen wollen die drei Nachbarn über ihre Grenzen hinaus schauen. So soll für die Entwicklung der vielen freien Grundstücke im Hasensprung beidseits der Zollgasse ein übergemeindlicher Plan entwickelt werden, der auch Nahversorgung, Bildung und Kinderbetreuung miteinbezieht. Im Idealfall entsteht hier ein kleines Ortsteilzentrum.
Der Bahnhof Bludenz soll zur Nahverkehrsdrehscheibe für den ganzen Bezirk ausgebaut werden. Als Vision ist die Ausdehnung des Stadtbusnetzes auf die Nachbargemeinden angedacht.

REK-Entwurf groß: http://www.bludenz.at/uploads/media/1_REK-BBN_Entwurf_17_06_01.pdf
REK-Entwurf klein: http://www.bludenz.at/uploads/media/REK-BBN_Entwurf_17_06_14_klein.pdf
REK-Pläne: http://www.bludenz.at/uploads/media/2_REK-BBN_Plaene_17_06_14.pdf

Informationen bekommen Sie auch bei Stadtplaner DI Thorsten Diekmann unter stadtplanung@bludenz.at und Tel. 05552/63621-414

(Grafik: grüne Ill mit Beschriftung W I R)
Bildunterschrift: Bludenz.Bürs.Nüziders – ein Wir-Gefühl ist im Entstehen

Hinweis

Sie befinden sich im Pressearchiv der Stadt Bludenz.
Diese Aussendung hat keinen Anspruch auf Aktualität.