Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik

Von 16. bis 19. November in der Remise Bludenz

Auch heuer bleiben die Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik ihrer Grundidee treu: qualitativ hochwertige Projekte zu realisieren, die ohne die Unterstützung der BTzM vielfach nicht möglich wären. So ist man in Bludenz in der glücklichen Lage, zehn Weltpremieren, vier Konzerte sowie die dritte Ausgabe des BTzM Masterclass-Wettbewerbs für junge KomponistInnen auf dem Programm zu haben.

Das Eröffnungskonzert zeigt das vielseitige, ungewöhnliche israelisch-österreichische Ensemble NIKEL, gegründet 2006 von Yaron Deutsch und Gan Lev. NIKEL bringt eine außergewöhnliche Instrumentation in die Neue Musik und hat damit schon einige der bekanntesten Komponisten herausgefordert, neue Stücke für sie zu entwerfen. Ihr quirliges Quartett aus Saxophon, Piano, Percussion und E-Gitarre wird in Bludenz Weltpremieren von Enno Poppe (Deutschland) und Klaus Lang (Österreich) aufführen. Die äußerste Musikpräzision von NIKEL wird außerdem bei einer Aufführung von Elena Rykovas (Russland) 101 % mind uploading zu erfahren sein.

Das italienische Streichquartett Quartetto Maurice bietet Welturaufführungen von vier Ausnahmekomponisten: der österreichischen Komponistin, Experimentalistin, Kontrabassflötistin und selbsternannten „Soundkartografin“ Pia Palme, der in England geborenen Joanna Bailie, dem Wiener Komponisten und Improvisationstalent Alexander Chernyshkov sowie Yukiko Watanabe, einer japanischen Absolventin von Beat Furrers Kompositionsklasse in Graz und Gewinnerin des BTzM Meisterklasse-Wettbewerbs 2016. Das Quartetto Maurice lädt mit Videos von imaginären Städten sowie elektromechanischen Vorrichtungen in ihre musikalischen Welträume ein.

Das junge aus England stammende Distractfold Ensemble – die derzeitigen Kuratoren des 2017 Cut and Splice Festivals in Zusammenarbeit mit BBC Radio – entwickelte in enger Kooperation mit den Komponisten Andrew Greenwald (USA), John Young (Neuseeland/England) sowie Giulia Lorusso (Italien) brandneue Stücke und stellt auch Werke aus dem farbenfrohen und frischen Repertoire vor.

Cellistin, Improvisatorin und Komponistin Séverine Ballon gestaltet den Abschluss des diesjährigen Festivals mit einer Auswahl an Stücken, welche von ihr und für sie geschrieben wurden. Sie spielt Cello mit zwei Bögen, mit Objekten, Elektronik und sogar mit einer Violine, welche an ihrem Instrument befestigt ist. Die Aufführung inkludiert die Weltpremiere einer neuen Arbeit der schwedischen Soundartistin, Komponistin und Musikerin Hanna Hartman. Hartman sucht in ihren Arbeiten versteckte Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichsten Hörimpressionen und kreiert in neuen Konstellationen von Instrumenten außergewöhnliche Klangwelten.

Seit 2015 werden auch die BTzM Meisterklasse-Wettbewerbe abgehalten. Beim heurigen Festival unterrichten Hanna Hartman und Intendantin Clara Iannotta die sechs jungen Komponist_innen Dariya Maminova (Russland), Charles M. Champi (Mexico), Emanuele Palumbo (Italien), Chikako Morishita (Japan), Helga Arias Parra (Spanien) sowie Alessandro Perini (Italien). Eine_r von ihnen wird auch einen Kompositionsauftrag für die nächstjährigen BTzM erhalten.


Hinweis

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Diese Aussendung hat keinen Anspruch auf Aktualität.