Monika Supé - (in)finitum

Galerie allerArt zeigt ab 9. November Zeichnung und Drahtskulpturen der deutschen Künstlerin

Die letzte Ausstellung im ersten Jahr unter der neuen Leitung von Andrea Fink in der Bludenzer Galerie allerArt ist dem Schaffen der deutschen Künstlerin Monika Supé gewidmet. Für die 1967 in München geborene Künstlerin ist der Raum spätestens seit ihrem Architekturstudium zum zentralen Anliegen in ihrem Werk geworden. In der Architektur werden die ersten Ideen immer unmittelbar auf Papier festgehalten. Später dann werden Modelle gebaut. Diese Entwicklung vom Zwei- ins Dreidimensionale ist bei Supé auch im künstlerischen Bereich manifest geworden.

Die promovierte Künstlerin übertitelt ihre Ausstellung in Bludenz mit „(in)finitum“. Womit bereits angedeutet ist, worum es geht. Nämlich um das Begrenzte und das Grenzenlose, um die Materie und das Nichts, um das Volle und das Leere, um Körper und Raum. In ihrem Ausstellungskonzept heisst es: „Körper und Raum sind diametral verschieden, lassen sich nicht vereinen und dennoch kann das Eine nicht ohne das Andere sein: denn gäbe es keinen Zwischenraum, liessen sich Körper nicht voneinander unterscheiden, und gäbe es keine begrenzenden Körper, dann liesse sich kein Raum erkennen. Körper und Raum sind also zwei Teile eines Ganzen, getrennt durch eine dünne Grenze – die Oberfläche des Körpers.“ Entlang dieser Grenze bewegt sich also die Künstlerin, sie experimentiert mit dieser Grenze, lotet sie aus, zeichnet sie nach oder löst sie ganz auf.

Die deutsche Künstlerin zeigt in der Galerie sowohl klein- und grossformatige Zeichnungen als auch gehäkelte Drahtobjekte. Die sehr aufwendig anmutenden Zeichnungen stellen Ausschnitte von menschlichen Körpern in verschiedenen Posen dar, beispielsweise das Fragment einer Kauernden oder einer Am-Boden-Sitzenden. Und auch beim Zeichnen setzt die Künstlerin auf Drahtmuster. Das verleiht den Körperfragmenten visuell eine enorme Plastizität. In diesen Zeichnungen geht es ebenfalls um Untersuchungen zum „Innen“ und „Aussen“, wann der Mensch sich „in“ etwas aufgehoben und wann er sich „aus“ etwas ausgeschlossen fühlt, ergo um die Grenze zwischen Körper und Raum.

Die Objekte aus Draht wiederum erscheinen entweder körperähnlich oder hüllenartig. So sind etwa Kopfbedeckungen oder eine Ummantelung zu sehen. Diese könnte man sich durchaus überstülpen, so wie auch die kleiderähnlichen Figuren teils „begehbar“ sind.  Das verwendete Material, der gehäkelte Draht, vermittelt den Arbeiten eine ungemeine Leichtigkeit. Andererseits verfügen sie aber auch über genügend Stabilität, um von allein im Raum stehen zu können. Die schneeweissen Wände und der weisse Fussboden des Ausstellungsraumes in der Remise unterstreichen diesen zeichnerischen Charakter solcher Arbeiten im Raum zusätzlich.

Im Rahmen der Vernissage am 9. November (20 Uhr) wird eine der Drahthüllen, die „Ummantelung“, von der Tänzerin und Choreografin Katja Quittek für einen performativen Auftritt getragen. Die Tänzerin geht auf die Besucher zu, kommt ihnen nahe und überschreitet womöglich persönliche Grenzen. „Gleichzeitig lassen sich neue Grenzen ziehen durch ihre Bewegungen mit dem hüllenartigen Objekt. Sie thematisiert so den Begriff der 'Grenze', das Ziehen und das Überschreiten von Grenzen – finitum et infinitum,“ so Künstlerin Supé.


Monika Supé: (in)finitum
Galerie allerArt, Raiffeinsplatz 1, 6700 Bludenz
10.11.-7.1.2018
Eröffnung: 9.11., 20 Uhr
Mi-Sa, So u. Fe 15-18

www.allerart-bludenz.at
www.facebook.com/galerieallerart

Hinweis

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Diese Aussendung hat keinen Anspruch auf Aktualität.