Bludenz baut Schulden ab - Über 20 Prozent des Budgets werden investiert

Der Stadtrat und der Finanzausschuss der Stadt Bludenz haben einstimmig das Budget für das Jahr 2008 zur Beschlussfassung an die Stadtvertretung übergeben. Der Haushalt für das Jahr 2008 wird 37.861.900 Euro umfassen. Diskutiert und beschlossen wird das Budget in der Stadtvertretungssitzung am Mittwoch, 19. Dezember, ab 18.00 Uhr im Stadtvertretungssaal.

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„Wir werden weiterhin auf unserem Konsolidierungskurs bleiben. Es ist ein Budget, das mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl erarbeitet wurde“, umreißt Finanzstadtrat und Vizebürgermeister Peter Ritter den von ihm vorgelegten Voranschlag. Obwohl der Investitionsanteil im Budget deutlich über dem Vorjahr liegt (von 9,53 Prozent auf 20,86 Prozent) spricht Ritter weiter von einem Sparbudget. Der Grund dafür: Die Finanzlage der Stadt Bludenz lässt einen neuerlichen Schuldenabbau zu.

„Wir können alte und schlechte Kredite von rund 700.000 Euro vorzeitig tilgen und weitere Schulden abbauen. Das bedeutet für uns, dass sich die Pro-Kopf-Verschuldung reduziert“, so der Finanzchef der Stadt. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Stadt Bludenz wird von 2.616 Euro im Vorjahr auf 2.482 Euro gesenkt werden. Gleichzeitig werden aber auch die frei verfügbaren Mittel von 333.000  Euro auf 405.000 Euro gesteigert.
Die wichtigsten Investitionen im kommenden Jahr sind der Bau der Rettungszentrale, die Abwasserbeseitigung, Wasserversorgung, Beteiligung bei Straßenprojekten, die Adaptierung von Notwohnungen, die Verbesserung der Beleuchtung oder die Anschaffung eines Traktors und die Erweiterung der Urnenwand im Friedhof. Insgesamt wird die Stadt Bludenz und die Stadt Bludenz Immobilien KEG rund 7,9 Millionen Euro investieren. Das sind 20,86 Prozent des gesamten Budgets.

Ähnlich hoch ist der Personalaufwand im Budget der Stadt Bludenz. 7,9 Millionen Euro betragen die Personalkosten. Das sind 20,92 Prozent der Haushaltssumme oder 27,95 Prozent der laufenden Einnahmen. Auch hier ist eine Reduzierung der Personalkosten im Vergleich zum Budget 2007 vollzogen worden.

„Keine Netto-Neuverschuldung, das ist die schnellste Beschreibung des Budgets für das kommende Jahr. Uns ist das nun schon zum zweiten Mal in Folge gelungen. Das ist ein sehr schönes Ergebnis, vor allem, wenn man berücksichtigt, welche Investitionen in den vergangenen Jahren in Bludenz  über die Bühne gebracht  wurden“, beschreibt Ritter.

Bürgermeister Mandi Katzenmayer verweist in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen im Schulbereich getätigten aber auch in die Freizeitwirtschaft der Stadt und der Region Bludenz gemachten Großinvestitionen.
Selbstverständlich sind im städtischen Budget auch die Haftungen und die Kredite für VAL BLU, die Muttersberg-Seilbahn oder auch für die Schulbauten berücksichtigt. Deutlich wird aber auch erkennbar, dass der Belastungshöhepunkt überschritten ist und die Stadt Bludenz sich in einer Rückzahlungsphase dieser Mittel befindet. Die Belastungen werden Jahr für Jahr geringer.

Abschließend die beiden Budgetverantwortlichen: „Uns ist es ein Anliegen, dass wir weiterhin versuchen, Arbeitsplätze in der Alpenstadt zu schaffen und alles daran setzen, um mit einer größtmöglichen Disziplin im Ausgabenbereich einen Haushalt mit Augenmaß im Rahmen unserer Möglichkeiten vorzulegen. Denn nur so können wir den notwendigen Spielraum für eine gedeihliche Entwicklung für Bludenz im finanziellen Bereich bieten“, sind Katzenmayer und Ritter überzeugt.

Hinweis

Sie befinden sich im Pressearchiv der Stadt Bludenz.
Diese Aussendung hat keinen Anspruch auf Aktualität.