Auftakt zur Bürgerbeteiligung Verlegung L 190

Engagierte Diskussion an der Veranstaltung zur Lösung der Verkehrsprobleme Bludenz. Am 7. und 8. März 2008 diskutierten rund 100 Interessierte über die vorgesehenen Massnahmen zur Lösung des Verkehrsproblems in Bludenz.

An der Startveranstaltung des Bürgerbeteiligungsverfahrens wurde engagiert und sachlich über die Vor- und Nachteile der vorgeschlagenen Verlegung der L190 diskutiert. Die Teilnehmenden formulierten verschiedene Empfehlungen zuhanden der Stadt Bludenz und dem Land Vorarlberg, welche in den nächsten Wochen und Monaten geprüft und bearbeitet werden. Im Juni 2008 werden die Teilnehmenden des Verfahrens über die Resultate diskutieren und ihre Empfehlung zuhanden von Stadt und Land abgeben.

Die Stadt Bludenz und das Land Vorarlberg haben die Bevölkerung von Bludenz aufgerufen, an einem Bürgerbeteiligungsverfahren zu den vorgesehenen Massnahmen zur Lösung des Verkehrsproblems teilzunehmen. Die Startveranstaltung, zu welcher sich 115 Personen angemeldet haben, fand am vergangenen Freitagabend und Samstagvormittag statt. Gegen 100 Teilnehmende fanden sich am Freitagabend im Stadtsaal von Bludenz ein und diskutierten engagiert über die Vor- und Nachteile der vorgesehenen Massnahmen. Bürgermeister Katzenmayer sagt: „Die Veranstaltung war ein Erfolg, weil wir konkret und sachlich diskutieren konnten. Wir warten aber auch gespannt auf die Ergebnisse der neuen Verkehrsstromanalysen, denn nur mit aktuellstem Datenmaterial können die Bürgerinnen Bürger unserer Stadt auf breiter Basis weiter arbeiten.“ Und Stadtrat Weiss ergänzt: „Ich bin mit der Veranstaltung sehr zufrieden! - Wir haben zwar die Lösung noch nicht gefunden, wir sind aber einen grossen Schritt weiter, weil die Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen einbringen konnten. Wir nehmen das sehr ernst und werden nun genau prüfen, was machbar ist.“

Bereits im Jahr 2002 wurde ein Mitwirkungsverfahren durchgeführt. Damals wurde ein Variantenfächer für die Umlegung der L190 empfohlen, bei welchem die Varianten mit einer Verkehrsführung der L190 über den Äuleweg und einer autoverkehrsfreien Herrengasse favorisiert wurden. Das Land Vorarlberg frage die Stadt Bludenz um eine Stellungnahme an. Die Stadt Bludenz will – bevor sie diese Stellungnahme abgibt – die Meinung der Bevölkerung kennen. Daher entschieden sich die Stadt und das Land dazu, gemeinsam ein Bürgerbeteiligungsverfahren durchzuführen. Mit der Organisation und Durchführung wurde das Verkehrsplanungsbüro Metron, gemeinsam mit der Firma „frischer Wind“ beauftragt.

Die gewählte Methodik ermöglichte allen Teilnehmenden, ihre Bedürfnisse und Anliegen einzubringen. Es wurde in Gruppen von acht Personen diskutiert, die Resultate wurden präsentiert und festgehalten. Alle Teilnehmenden erhalten eine Dokumentation. Dank dieses strukturierten Vorgehens konnten sehr konkrete Empfehlungen formuliert werden:
 Die Variante Schlossbergtunnel ist zu prüfen.
 Das Datenmaterial ist auf neusten Stand zu bringen, das Land vergibt dazu die notwendigen Aufträge.
 Die vorgeschlagene Variante Äuleweg / Ignaz-Wolf-Strasse ist zu konkretisieren und zu optimieren. Es sollen klare Informationen vorgelegt werden, was eine Umsetzung für die betroffene Bevölkerung und die Betriebe bedeuten würde.
 Es sind schnell realisierbare Sofortmassnahmen aufzuzeigen.
 Für die Parkierung sollen Massnahmen vorgeschlagen werden.
 Ein Entwicklungskonzept für die Stadt, für die Altstadt und für das Bahnhofsgebiet fehlt.
Die Weiterbearbeitung dieser Themen wurde bereits an einer Sitzung vom Montag, 10. März 2008 diskutiert. An der Schlussveranstaltung Ende Juni werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bürgerbeteiligungsverfahrens nochmals zusammenkommen. Dann werden die neuen Erkenntnisse diskutiert und Empfehlungen an die Stadt Bludenz und das Land Vorarlberg formuliert.

Für weitere Auskünfte steht zur Verfügung:
Stadtrat Wolfgang Weiss, Tel. 0664 / 448 – 4994

Hinweis

Sie befinden sich im Pressearchiv der Stadt Bludenz.
Diese Aussendung hat keinen Anspruch auf Aktualität.