Auf Augenhöhe mit der Stadtpolitik

Für die Erstellung einer Kinderzeitung haben sich Schüler der Volksschule Mitte auf den Weg ins Rathaus gemacht und einmal nachgefragt.

Ein Interview mit Bürgermeister Mandi Katzenmayer und Stadträtin Karin Fritz
von Juldus und Leon aus der Volksschule Bludenz Mitte

In Zeitungen gibt es oft Interviews mit politisch verantwortlichen Personen. So wollten auch wir die Gelegenheit nutzen und unserem Bürgermeister Mandi Katzenmayer und der Stadträtin für Bildung Karin Fritz ein paar Fragen stellen. Anfang Juni haben wir uns daher mit unseren vorbereiteten Fragen und einem Block ins Rathaus aufgemacht und konnten die beiden Politiker zu einem Interview treffen. Der Herr Bürgermeister hatte zuerst noch einen Termin und so begannen wir unser Gespräch mit Frau Fritz. Leon stellte die Fragen und Juldus schrieb eifrig mit.

Frau Fritz, was macht eigentlich eine Stadträtin für Bildung?
Ich schaue zum Beispiel, dass die Schulen Spielplätze bekommen, dass Räume für guten Unterricht und für die Mittagsbetreuung vorhanden sind. Die Stadt ist zuständig, dass in den Schulen alles vorhanden ist, damit ihr gut lernen könnt. Und eine Stadträtin schaut auch, dass solche Projekte, wie ihr sie jetzt macht, umgesetzt werden können.

Kennen Sie alle Schulen und Kindergärten?
Natürlich, die muss ich schon kennen. Einmal pro Jahr schaue ich, dass ich an allen Schulen und Kindergärten vorbeikomme.

Gibt es im Moment ganz dringende Dinge, die erledigt werden müssen?
Im Moment schaffen wir neue Räume für die Nachmittagsbetreuung in der Mittelschule Bludenz. Wir haben schöne, neue Räume in Vorbereitung, damit ihr dort lernen und spielen könnt. Dann müsst ihr nur mehr über den Hof gehen. Es gibt dann zwei Räume für die Hausaufgabenbetreuung.

Arbeiten Sie mit dem Bürgermeister zusammen?
Ja natürlich, wir wollen ja beide dasselbe. Wir wollen, dass es allen Kindern in unserer Stadt gut geht und dass sie gut lernen können.

Haben Sie noch einen zweiten Beruf?
Ja, ich bin selbst auch Lehrerin. Ich unterrichte am Gymnasium Bludenz Französisch und Geschichte. Geschichte habt ihr im Fach Heimatkunde oder Sachunterricht.

Haben Sie den Elternverein organisiert?
Nein, das machen die Eltern selbst. Das ist sinnvoll, die helfen oft mit, wenn etwa Veranstaltungen an der Schule sind.

Was ist überhaupt ein Politiker, eine Politikerin?
Alle, die in Bludenz wohnen, wählen ihre Vertreterinnen und Vertreter. Politiker sind Menschen, die von allen Personen ab 16 Jahren gewählt werden. Die Leute, die in Bludenz wohnen, können ja nicht alle gemeinsam alles entscheiden, aber sie können wählen, wer für sie arbeitet oder entscheidet. Da geht es darum, dass die Leute das haben, was es zum Zusammenleben in der Stadt braucht, zum Beispiel Schulen, Kindergärten, Straßen und vieles mehr.

Nun kommt der Bürgermeister: Hallo Herr Bürgermeister!

Seit wann sind Sie Bürgermeister?
Seit dem Jahr 2005.

Wieso wollten Sie Bürgermeister werden?
Ich war schon Stadtrat und der damalige Bürgermeister wollte nicht mehr weitermachen. Er ist dann zurück an seine vorherige Arbeitsstelle, ins Gericht. Man hat dann einen neuen Bürgermeister gesucht und da hat man mich gefragt. Zuerst wollte ich nicht, doch dann habe ich mich entschieden, es doch zu machen und bin von Haushalt zu Haushalt gegangen und habe die Leute gefragt, ob sie mich unterstützen.

Was für Aufgaben haben Sie?
Ich leite Sitzungen und Ausschüsse, muss auch wie heute mal zu einer Beerdigung gehen oder zu Geschäftseröffnungen. Da ist dann in der Früh von sieben und bis spät am Abend viel los.

Wie viele Stunden arbeiten Sie am Tag?
Mindestens neun Stunden, aber dann sind oft noch Sitzungen. Das sind dann schon mal zwölf, dreizehn, Stunden, manchmal auch sechzehn, siebzehn Stunden. Das sind dann schon lange Tage.

Gefällt Ihnen der Beruf?
Der Beruf gefällt mir sehr gut, ja – vor allem der Kontakt mit den Menschen. Ich kann auch mitgestalten. Wie zum Beispiel das Schwimmbad oder die Rodelbahn oder die neuen Straßen in der Stadtmitte. Manchmal gibt es auch einen kleinen Streit, das muss man sich dann halt ausmachen. Man muss zu einer guten Lösung finden. Alle Wünsche kann man ja nicht erfüllen, da gibt es Grenzen, die sind vorgegeben. Und dann müssen wir innerhalb der Grenzen gute Lösungen finden.

Ist es immer leicht, Bürgermeister zu sein?
Wenn man gute Nerven hat, überwiegt das Positive (Der Bürgermeister zwinkert). Es gibt manchmal aber auch Sachen, über die man sich ärgert. Es gibt ja vier Parteien in der Stadt und jeder meint, Recht zu haben. Da müssen wir halt einen Weg finden, wo jeder ein wenig von seiner Meinung abgeht und wir trotzdem gemeinsam eine gute Lösung finden. Wir wollen ja alle für unser Städtle viel erreichen.

Was machen Sie für die Kinder in Bludenz?
Eine ganz große Herausforderung in den nächsten Jahren wird sein, eine komplett neue Schule zu bauen. Da braucht es viele Überlegungen. Kinder und Jugendliche sind ja wichtig für die Stadt und die Zukunft. Wir haben einen Skaterplatz, ein tolles Fußballstadion, wo man auch Leichtathletikmeisterschaften austragen kann und das Schwimmbad mit Matschplatz und neuer Rutsche wird gerade umgebaut. Auch bei den Kindergärten versuchen wir das bestmögliche Angebot zu schaffen, sodass alle Kinder Platz haben.


Danke für das Gespräch!
Es ist sehr schön, wenn Kinder ins Rathaus hereinkommen und sich auch interessieren. Das ist etwas sehr Positives für die Stadt. Ich finde, das ist ganz toll, dass ihr euch da engagiert. Dafür bedanken sich die Stadträtin und ich ganz herzlich.

Hinweis

Sie befinden sich im Pressearchiv der Stadt Bludenz.
Diese Aussendung hat keinen Anspruch auf Aktualität.