Phantasien nehmen in den Gedanken eines Kindes den größten Raum ein. So dient das Märchen als Spiegel ihrer inneren Erfahrung, der Ängste, Wünsche und Träume. Kinder brauchen klar umrissene Gestalten, mit denen sie sich identifizieren können. Märchen spiegeln das zauberhafte Denken wieder, das jedem Kind eigen ist - das Kind behilft sich in Situationen, die es rational nicht erklären kann, mit magischen Vorstellungen.

Im Märchen kommt zwar Gewalt vor, allerdings nicht in einer verherrlichenden Weise. Das Gute und das Böse stehen sich im Märchen gegenüber, das Gute siegt zum Schluss immer. So gewinnt das Kind Vertrauen in sich selbst und ins Leben. Außerdem kommt jene Botschaft an, dass es sich lohnt, Gutes zu tun und anderen zu helfen.

Dadurch, dass klassische Märchen nicht bebildert sind, können sich Kinder die Märchenfiguren in ihrer Phantasie so vorstellen, wie sie es auch aushalten können.

Kinder lieben Märchen. Sie identifizieren sich mit den Gestalten, leben ihren Hang zu Magie und „fremden“ Welten aus und sind gefesselt von den menschlichen Konflikten in den alten Geschichten. Aber Märchen faszinieren nicht nur, sie fördern auch aktiv. Kinder können Sozialverhalten, Selbstbewusstsein und Kreativität aus den fantastischen Geschichten lernen.

Wir freuen uns auf ein „märchenhaftes“ Kindergartenjahr mit vielen „happy ends“.